head
Logo Praxis Dr. H. Raabe
Die Praxis
Das Team
Die Sprechzeiten
Anfahrt und Lage
Kontakt
zur Startseite
Impressum



Ganzheitlich-komplementäre Therapiemethoden

Vitamin C Hochdosis-Infusionsbehandlung

Vitamin C Funktionen

Vitamin C ist als Aktivator des gesamten Zellstoffwechsels anzusehen und daher an unzähligen Stoffwechselreaktionen in unserem Körper beteiligt. Es ist unentbehrlich für die Bildung und Funktionserhaltung von Bindegewebe und Knochen. Eine ausreichende Vitamin C-Versorgung beschleunigt den Heilungsprozeß von Wunden und Knochenbrüchen. Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte und fängt freie Radikale ab. Freie Radikale sind aggressive und reaktive Substanzen, die durch körpereigene Stoffwechselprozesse entstehen oder im Organismus durch zugeführte chemische Substanzen oder Strahlen gebildet werden. Der Organismus verfügt über unterschiedliche Schutzsysteme, die diese Radikale im Normalfall kurz nach ihrer Bildung vernichten (vorwiegend Eiweißstoffe und Vitamine).

Einer der wichtigsten Radikalfänger ist Vitamin C. In bestimmten Situationen (z.B. erhöhte Strahlenbelastung, Entzündungen etc.) ist die Bildung freier Radikale stark erhöht, so dass die körpereigenen Schutzsysteme nicht ausreichen. Oder die Schutzsysteme des Organismus sind durch Krankheit oder unzureichende Ernährung geschwächt. In diesen Fällen können freie Radikale im Organismus großen Schaden anrichten. Durch ihre hohe Aggressivität schädigen sie u.a. die Zellwände, das Erbgut und wichtige Eiweißverbindungen in der Zelle, die für den Zellstoffwechsel verantwortlich sind. Folgeschäden sind meistens degenerative Erkrankungen wie Rheuma, Arteriosklerose oder Krebs. Des weiteren wirkt Vitamin C regulierend auf unseren Fettstoffwechsel, regt unser Entgiftungssystem an und ist an Stoffwechselprozessen des Hormon- und Nervensystems beteiligt. Die Wissenschaftler Cheraskin, Ringsdorf und Sisley publizierten in den USA ein Buch mit dem Titel: "Vitamin C – so nötig wie Sauerstoff ?", das 1985 auch ins Deutsche übersetzt wurde. Ein Buchtitel, der zunächst verwundert. Betrachtet man alle Prozesse im menschlichen Organismus, an denen Vitamin C beteiligt ist, ist der Titel jedoch sehr treffend gewählt.

Vitamin C-Mangel

Ein Vitamin C-Mangel kann durch eine unzureichende Zufuhr oder durch einen erhöhten Bedarf ausgelöst werden. Eine unzureichende Zufuhr kann auftreten bei einseitigen Verzehrgewohnheiten, Reduktionsdiäten, falscher Nahrungszubereitung oder bei Erkrankungen, die den Magen-Darm-Trakt betreffen (Infektionen, Operationen) und dadurch eine Aufnahme verhindern oder einschränken. Ein Vitamin C-Mangel kommt auch bei bestimmten Stoffwechselstörungen bzw. –erkrankungen vor (z.B. bei chronischen Lebererkrankungen, Tumorerkrankungen, besonders nach Chemo- oder Strahlentherapie, akuten Infekten, entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Allergien und Diabetes). Ein erhöhter Bedarf an Vitamin C besteht zudem bei Dialysepatienten, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Alkoholismus, Rauchern, Hochleistungssportlern, in ständigen Streßsituationen und bei der Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. orale Kontrazeptiva (Antibabypille), Barbiturate (Schlaf- und Narkosemittel), Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin), Kortikoide (z.B. Kortison), Tetrazykline (Breitbandantibiotika)).

Situationen, die eine Vitamin C-Unterversorgung bzw. einen erhöhten Bedarf verursachen, führen dazu, dass nach und nach der Vitamin C-Spiegel im Blut und Gewebe sinkt. Die Folge davon sind anfangs unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit, verschlechterte Wundheilung, Abwehrschwäche und eine reduzierte Eisenresorption.

• Zunächst verursacht Vitamin C-Mangel unspezifische Beschwerden •

Diese Symptome sind zwar für sich genommen nicht dramatisch, ein latenter Vitamin C-Mangel kann jedoch zu schwerwiegenden Spätfolgen führen. Hierzu gehören frühzeitig einsetzende Gefäßerkrankungen, die Neigung zu Arthritis, eine Tendenz zu Knochenbrüchen und frühzeitig beginnende Alterungserscheinungen.

Die klassische Vitamin C-Mangelkrankheit wird bei Erwachsenen als Skorbut bzw. beim Kind als Moeller-Barlowsche Erkrankung bezeichnet. Skorbut entwickelt sich schleichend innerhalb mehrerer Monate aus dem Zustand einer andauernden Unterversorgung mit Vitamin C. Zu den Symptomen gehören Blutungen in Muskulatur und andere Gewebe, ziehende Gelenkschmerzen, Entzündungen des Zahnfleisches, Lockerwerden der Zähne und Zahnausfall.

Aufnahme und Verstoffwechselung

Im Laufe der Evolution hat der Mensch die Fähigkeit verloren Vitamin C selber herzustellen. Schuld daran ist ein Enzymdefekt(Enzyme sind Eiweißmoleküle, die u.a. den Auf- und Abbau bestimmter Substanzen ermöglichen). Primaten, Meerschweinchen, einige Vögel und Fische haben die Fähigkeit zur Selbstsynthese ebenfalls verloren.


• Menschen können kein Vitamin C bilden •

Bei allen übrigen Tieren wird Vitamin C in der Leber aus Zucker (Glukose) aufgebaut. Der Mensch ist auf die Zufuhr von Vitamin C über die Nahrung angewiesen. Im Dünndarm finden sich spezielle Transportmoleküle, die für die Vitamin C-Aufnahme verantwortlich sich. Die Vitamin C-Aufnahme ist jedoch sättigbar, d.h. wenn alle Transportmoleküle besetzt sind, wird das verbleibende Vitamin C der Nahrung über den Kot ausgeschieden.

• Vitamin C -Aufnahme im Dünndarm ist sättigbar •

Dies betrifft selbstverständlich auch Vitamin C, das dem Körper in Form von Pulver oder Tabletten zugeführt wird. Je höher die Einzeldosis ist, desto geringer fällt der prozentual aufgenommene Anteil an Vitamin C aus. Nach Einnahme von 180 mg Vitamin C können zwischen 80 und 90% aufgenommen werden, nach Einnahme von 1 g Vitamin C sind es 60 – 75%, nach 3g Vitamin C ca. 40% und nach 12g nur noch 16%, die aufgenommen werden.


Zufuhr im Verhältnis zur Aufnahme

Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, die beabsichtigte Vitamin C-Menge in kleinen Dosen über den Tag verteilt einzunehmen. Dies erhöht die Vitamin C-Aufnahmefähigkeit des Organismus. Aufgrund der vorliegenden Studien erscheint eine Vitamin C-Menge zwischen 100 und 200 mg pro Portion am effektivsten.


• Optimal sind kleine aber häufige Vitamin C-Gaben von 100-200 mg •

Die Verwendung von sogenannten Retard- Präparaten (Tabletten die Vitamin C über einen längeren Zeitraum hinweg verzögert freisetzen) ist nicht notwendig, da Vitamin C-Mengen zwischen 100 und 200 mg fast vollständig aufgenommen werden. Die retardierende Wirkung eines Präparates ist erst durch Zusatz chemischer Substanzen möglich. Bei der Auswahl einer Vitamin C-Tablette ist es sinnvoll auf die weiteren Bestandteile des Arzneimittels zu achten. Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe sollten vermieden werden, denn bei einer täglichen Einnahme stellen sie eine unnötige Belastung des Organismus dar.


Die Menge an Vitamin C, die dem Organismus über den Magen- Darmtrakt zugeführt werden kann, bleibt trotzdem begrenzt. Hinzu kommt bei angegriffenen Magen-Darmschleimhäuten eine mögliche Magenunverträglichkeit, die ebenfalls mit ansteigender Dosierung zunimmt.

• Über den Darmtrakt können nur begrezte Mengen Vitamin C aufgenommen werden •

Bei Überschreiten einer gewissen Menge kommt es zu Durchfall. Sind therapeutisch hohe Vitamin C-Gaben angezeigt, bietet sich eine Vitamin C-Infusion an. Auf diese Weise können dem Körper wesentlich höhere Vitamin C-Mengen zugeführt werden als dies mittels Pulver oder Tabletten möglich ist.

• Vitamin C -Infusionen sind bei höherem Vitamin C-Bedarf sinnvoll •

Die Vitamin C-Lösung für die Infusion sollte frei von Konservierungsstoffen und Stabilisatoren sein, da sonst ein erhöhtes Allergierisiko besteht. Am besten verträglich ist eine Infusionslösung, die außer Vitamin C nur noch Natriumhydrogencarbonat enthält. Natriumhydrogencarbonat ist wichtig, um einen neutralen pH-Wert zu erhalten, andernfalls ist die Lösung für eine Infusion zu sauer und nicht gut verträglich. Über die Möglichkeiten hochdosierter Vitamin C-Infusionen berät Sie Ihr Arzt oder Heilpraktiker. Vom Körper aufgenommenes Vitamin C wird über die Nieren wieder ausgeschieden.

• Auscheidung von Vitamin C findet über die Niere statt •

Zuvor findet eine Verteilung in den unterschiedlichen Geweben statt. Sinkt der Vitamin C- Blutspiegel unter eine kritische Grenze (ca. 1,2 mg/dl), wird Vitamin C nicht mehr ausgeschieden.

Beim Menschen sind Nebenniere, Hirnanhangdrüse (Hypophyse), Gehirn, Netzhaut, Milz, Leber, Lunge und die weißen Blutzellen (Leukozyten) besonders reich an Vitamin C. Diese Organe bzw. Zelltypen verfügen ähnlich wie die Darmschleimhaut über spezielle Transportfunktionen, um Vitamin C auch gegen ein Konzentrationsgefälle aufzunehmen. Viele dieser Gewebe üben im Organismus Funktionen aus, für die sie Vitamin C benötigen. Interessanterweise sind die Vitamin C-Gewebespiegel bei Arten, die Vitamin C selber bilden können, noch viel höher.

zurück zur Übersicht
zur Übersicht
nach oben